Danach kannst du auf Palästinensisch-Arabisch sagen, über wen du sprichst, was dir gehört und was du hast, und die wichtigsten Fragen stellen, ohne Sprachführer.
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Von Fouad El Ajouaoui, Gründer von Yallah Speak · · Kostenloses Arbeitsblatt, ohne Anmeldung
Kurz gesagt Palästinensisch-Arabisch hat acht Personalpronomen: ana (ich), inta / inti (du m/f), huwwe (er), hiyye (sie), ihna (wir), intu (ihr), humme (sie, Plural). „Ich habe“ ist ʿindi (عندي), wörtlich „bei mir“. Die Fragewörter sind shu (was), wein (wo), emta (wann), leish (warum), min (wer), kif (wie) und kam / ʾaddeish (wie viele / wie viel), und sie stehen wie im Deutschen meist am Satzanfang: shu ismak?, wie heißt du?
Wie lauten die Pronomen auf Palästinensisch?
Acht Pronomen decken alles ab. Palästinensisch-Arabisch hat ein „du“ für einen Mann und ein „du“ für eine Frau, aber keinen Dual und keinen weiblichen Plural: intu und humme passen für jede Gruppe. Das Hocharabische hat dreizehn Pronomen; in Jerusalem und Ramallah brauchst du nur diese acht. Eine Höflichkeitsform wie das deutsche „Sie“ gibt es nicht: Auch Ältere duzt man, Respekt zeigt man mit Anreden wie ya ʿammi (Onkel) oder ya khalti (Tante).
Deutsch
Palästinensisch-Arabisch
Arabisch
„Ich habe …“ (ʿind + Endung)
ich
ana
أنا
ʿindiعندي
du (m)
inta
إنت
ʿindakعندك
du (f)
inti
إنتي
ʿindikعندك
er
huwwe
هو
ʿindoعنده
sie (Singular)
hiyye
هي
ʿindhaعندها
wir
ihna
إحنا
ʿinnaعنا
ihr
intu
إنتو
ʿindkumعندكم
sie (Plural)
humme
هم
ʿindhumعندهم
Zur Aussprache: Das ʿ in ʿindi ist ein gepresster Laut tief aus der Kehle, den es im Deutschen nicht gibt; ein tiefes „a“ mit engem Hals kommt nah heran. Das h in huwwe, hiyye und ihna ist immer hörbar, auch mitten im Wort, und Doppelkonsonanten wie in huwwe sprichst du wirklich doppelt.
Was heißt „ich habe“ auf Palästinensisch?
Arabisch hat kein Verb „haben“. Man sagt „bei mir“: ʿindi übernimmt die Rolle von „ich habe“. ʿindi sayyara, ich habe ein Auto; ʿindak waʾt?, hast du Zeit? Dieselben Endungen machen aus jedem Nomen „mein, dein, sein“: beiti (mein Haus), beitak (dein Haus, zu einem Mann), beitik (zu einer Frau), beito (sein), beitha (ihr), beitna (unser), beitkum (euer), beithum (ihr, Plural). Weibliche Nomen auf -a werden zu -t: sayyarti, mein Auto. Verneint wird mit ma davor und in Jerusalem oft -sh am Ende: ma ʿindi masari oder ma ʿindish masari, ich habe kein Geld.
Für „es gibt“ brauchst du fi, für „es gibt nicht“ ma fish: fi mayy? gibt es Wasser? ma fish mushkile, kein Problem. Libanesen und Syrer sagen ma fi; beides versteht man überall.
Welche Fragewörter gibt es auf Palästinensisch?
Die Fragewörter stehen meist am Anfang, wie im Deutschen: shu ismak?, wie heißt du? Daran hörst du schnell den Unterschied zum Ägyptischen, wo das Fragewort am Ende steht (ismak eh?). Vom Hocharabischen (ma, ayna, mata, limadha) weichen sie stark ab; wer Hocharabisch gelernt hat, sollte diese Tabelle neu lernen. sh in shu und leish sprichst du wie sch, das ʾ in ʾaddeish ist der Stimmabsatz wie in „be-achten“.
Deutsch
Palästinensisch-Arabisch
Arabisch
Beispiel
was?
shu?
شو؟
shu ismak? · wie heißt du?
wo?
wein? (woher: min wein?)
وين؟
wein el-hammam? · wo ist die Toilette?
wann?
emta?
إمتى؟
emta el-bas? · wann kommt der Bus?
warum?
leish?
ليش؟
leish la? · warum nicht?
wer?
min?
مين؟
min hada? · wer ist das?
wie?
kif?
كيف؟
kif el-hal? · wie läuft's?
wie viele? / wie viel?
kam? / ʾaddeish?
كم؟ / قديش؟
ʾaddeish hada? · wie viel kostet das?
Wie ist das in anderen Dialekten?
Die levantinischen Dialekte teilen fast alles davon. Kleine Merkmale: Palästinenser sagen hada (das), wo Beirut hayda sagt, ma fish, wo Libanesen und Syrer ma fi sagen, und auf dem Dorf hörst du eish für shu und kaddeish für ʾaddeish. Ja/Nein-Fragen brauchen gar kein Fragewort: Du hebst einfach am Ende die Stimme, wie im Deutschen. inta min hon? bist du von hier? fi wifi? gibt es WLAN?
Das Arbeitsblatt macht daraus ein Partnerinterview: Die Lernenden fragen sich gegenseitig nach Name, Herkunft, Geschwistern und Besitz und berichten dann in der dritten Person. Fang mit dem Arbeitsblatt zur Begrüßung an, wenn dir die Sätze vor diesen Fragen fehlen; für „wie viel kostet das?“ brauchst du die palästinensischen Zahlen, und mit den palästinensischen Verben setzt du Handlungen hinter deine Pronomen. Alltagssätze für jede Situation sammelt der Beitrag Arabische Sätze für den Alltag; die anderen levantinischen Dialekte findest du auf der Seite Levantinisches Arabisch.
Das steckt im PDF
Die acht Personalpronomen (ana, inta, inti, huwwe, hiyye, ihna, intu, humme) mit arabischer Schrift und Beispielsätzen
Possessivendungen an einem männlichen und einem weiblichen Nomen (beiti, beitak, beitik … / sayyarti, sayyartak, sayyaritha …), mit der Regel -a wird -t
„Ich habe“ mit ʿindi und die Verneinung ma ʿindi(sh), dazu fi / ma fish für „es gibt“ und „es gibt nicht“
Die 7 Fragewörter (shu, wein, emta, leish, min, kif, kam / ʾaddeish) mit natürlichen Beispielfragen, einem Hinweis zur Wortstellung und einem Aussprache-Kasten für Deutschsprachige
Vier Übungen mit Punkten: Pronomen wählen, Endung anhängen, Frage bilden, Satz verneinen
Ein Partnerinterview mit acht Fragen, eine Schreibaufgabe in der dritten Person, ein Sprech-Check und Lösungen mit Hinweisen für Lehrkräfte
So nutzt du es allein
Lies die Teile A bis D laut, eine Tabelle nach der anderen, und hak eine Zeile erst ab, wenn du sie nur vom Deutschen her sagen kannst. Mach die vier Übungen, ohne zurückzublättern, und prüf dann die Lösungen. Beim Interview beantwortest du jede Frage laut über dich und dann noch einmal über einen Freund, damit du huwwe, hiyye und die Endungen -o / -ha benutzt. Zum Schluss Übung 5: Sag deine vier Sätze dreimal, ohne abzulesen.
So nutzt du es im Unterricht
Passt in eine Stunde von 45 Minuten: Teile A bis C mit Übung 1 und 2 (20 Min.), die Fragewörter mit Übung 3 und 4 (10 Min.), das Partnerinterview mit Übung 5 (15 Min.). Das Interview ist das Herzstück: Paare fragen, notieren und berichten der Klasse in der dritten Person, was huwwe / hiyye und die Possessivendungen erzwingt. Übung 4 drillt ma ʿindi und ma fish, die Muster, die Lernende am häufigsten brauchen. Punktefelder an jeder Übung, Lösungen auf der letzten Seite.
Arbeitsblätter geben dir die Wörter. Antworten muss dir trotzdem jemand. Übe genau diesen Dialog mit einem KI-Partner, der Palästinensisch spricht, in der Rolle bleibt und dir Wort für Wort zeigt, wo deine Aussprache hakt. Yallah Speak kostenlos testen
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Häufige Fragen
Welche Fragewörter gibt es auf Palästinensisch?
shu (was), wein (wo), min wein (woher), emta (wann), leish (warum), min (wer), kif (wie), kam (wie viele) und ʾaddeish (wie viel). Sie stehen meist vorn, wie im Deutschen: shu ismak? heißt „wie heißt du?“. Das Hocharabische hat andere Wörter (ma, ayna, mata, limadha); wer Hocharabisch gelernt hat, muss diese Reihe neu lernen.
Was heißt „ich habe“ auf Arabisch in Palästina?
ʿindi (عندي), wörtlich „bei mir“. ʿindi sayyara heißt ich habe ein Auto, ʿindak waʾt? hast du Zeit (zu einem Mann), ʿindik zu einer Frau. Verneint wird mit ma, in Jerusalem oft ma ʿindish: ma ʿindi masari, ich habe kein Geld. Ein Verb „haben“ gibt es im Arabischen nicht.
Wie lauten die Personalpronomen auf Palästinensisch?
ana (ich), inta (du, zu einem Mann), inti (du, zu einer Frau), huwwe (er), hiyye (sie), ihna (wir), intu (ihr) und humme (sie, Plural). Es gibt keinen Dual und keinen eigenen weiblichen Plural, intu und humme passen also für jede Gruppe. Eine Höflichkeitsform wie „Sie“ gibt es nicht; Respekt zeigt man mit Anreden wie ya ʿammi (Onkel) oder ya khalti (Tante).
Was ist der Unterschied zwischen fi und ʿindi?
fi heißt „es gibt“ und ist unpersönlich: fi mayy? gibt es Wasser? Die Verneinung auf Palästinensisch ist ma fish: ma fish mushkile, kein Problem. ʿindi heißt „ich habe“ und bekommt eine Personenendung: ʿindi mayy, ich habe Wasser. Übung 4 auf dem Arbeitsblatt trainiert beide Verneinungen.
Ist die palästinensische Grammatik anders als die libanesische oder syrische?
Auf diesem Niveau kaum. Pronomen und ʿindi funktionieren in der ganzen Levante gleich. Auffallen werden dir kleine Wörter: Palästinenser sagen hada (das), wo Beirut hayda sagt, ma fish, wo Libanesen und Syrer ma fi sagen, und hängen an eine Verneinung oft -sh an (ma ʿindish).
Hör auf, Arabisch zu pauken. Fang an zu sprechen.
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