Arbeitsblatt 3 · Ägyptisch-Arabisch · Kostenloses PDF
Arabische Pronomen, Fragewörter & „ich habe“
Danach kannst du auf Ägyptisch-Arabisch sagen, über wen du sprichst, was dir gehört und was du hast, und die sieben Grundfragen ohne Sprachführer stellen.
Ohne Anmeldung. Drucken und kopieren für privaten Gebrauch und Unterricht erlaubt. Bitte den Hinweis in der Fußzeile stehen lassen.
Von Fouad El Ajouaoui, Gründer von Yallah Speak · · Kostenloses Arbeitsblatt, ohne Anmeldung
Kurz gesagt Die arabischen Pronomen auf Ägyptisch sind ana (ich, أنا), enta (du, zu einem Mann, إنت), enti (du, zu einer Frau, إنتي), huwwa (er), hiyya (sie), ehna (wir), entu (ihr) und humma (sie, Plural). „Ich habe“ heißt ʿandi (عندي), wörtlich „bei mir“, verneint maʿandish. Die sieben Fragewörter sind eh (was), fein (wo), imta (wann), leh (warum), min (wer), izzay (wie) und kam / bikam (wie viele / wie viel), und sie stehen meist am Satzende: ismak eh? (اسمك إيه؟, wie heißt du?).
Welche arabischen Pronomen gibt es, und wie klingen sie auf Ägyptisch?
Das Arabische hat acht Personalpronomen, die du im Alltag brauchst. Nur bei „du“ unterscheidet es zwischen Mann und Frau: enta sagst du zu einem Mann, enti zu einer Frau. Alle anderen Pronomen sind ein einziges Wort, egal wen du meinst. Die Formen unten sind die von Kairo; im Hocharabischen heißt es anta, anti und nahnu, aber so spricht auf der Straße niemand.
Deutsch
Ägyptisch-Arabisch
Arabisch
ich habe / du hast …
ich
ana
أنا
ʿandiعندي
du (zu einem Mann)
enta
إنت
ʿandakعندك
du (zu einer Frau)
enti
إنتي
ʿandikعندك
er
huwwa
هو
ʿanduعنده
sie
hiyya
هي
ʿandahaعندها
wir
ehna
إحنا
ʿandinaعندنا
ihr
entu
إنتو
ʿandukuعندكو
sie (Plural)
humma
هما
ʿanduhumعندهم
Im Satz brauchst du kein „bin“ oder „ist“: ana min almanya (ich bin aus Deutschland), hiyya duktura (sie ist Ärztin), ehna fi el-ʾahwa (wir sind im Café). Für Deutschsprachige ist das die größte Umstellung, und gleichzeitig die größte Erleichterung.
Wie sagt man „ich habe“ auf Arabisch?
Es gibt kein Verb „haben“. Stattdessen sagst du ʿandi, wörtlich „bei mir“, und wechselst nur die Endung: ʿandak, ʿandik, ʿandu, ʿandaha. ʿandi ikhwat heißt „ich habe Geschwister“, ʿandak waʾt? „hast du Zeit?“. Verneint wird mit der Klammer ma…sh: maʿandish (ich habe nicht), maʿandush (er hat nicht). Daneben brauchst du fi (es gibt) und mafish (es gibt nicht): fi mayya? (gibt es Wasser?), mafish mushkila (kein Problem). Wenn du in Lehrbüchern ʿindi oder laysa ʿindi findest, ist das Hocharabisch; in Kairo hörst du immer ʿandi und maʿandish.
Wie bildet man „mein“, „dein“ und „sein“ auf Arabisch?
Auch dafür gibt es keine eigenen Wörter. Du hängst dieselben Endungen ans Nomen: kitabi (mein Buch), kitabak (dein Buch, zu einem Mann), kitabik (dein Buch, zu einer Frau), kitabu (sein Buch), kitabha (ihr Buch), kitabna (unser Buch). Weibliche Nomen auf -a wechseln vorher zu -it: aus ʿarabiyya (Auto) wird ʿarabiyyiti (mein Auto), ʿarabiyyitak (dein Auto). Bei Namen funktioniert es genauso: ismi (mein Name), ismak, ismik, ismu, ismaha. Achtung: -ak (m) und -ik (f) werden in arabischer Schrift gleich geschrieben, كتابك, nur die Aussprache unterscheidet sie.
Welche Fragewörter gibt es im Arabischen?
Sieben Fragewörter decken fast alles ab. Anders als im Deutschen stehen sie meistens am Ende des Satzes: enta fein? heißt wörtlich „du wo?“, ismak eh? „dein Name was?“. Beide Stellungen werden verstanden, aber die Endstellung ist das, was du hörst.
Deutsch
Ägyptisch-Arabisch
Arabisch
Beispiel
was?
eh?
إيه؟
ismak eh? (wie heißt du?)
wo?
fein?
فين؟
enta fein? (wo bist du?) · minein? (woher?)
wann?
imta?
إمتى؟
el-film imta? (wann ist der Film?)
warum?
leh?
ليه؟
leh laʾ? (warum nicht?)
wer?
min?
مين؟
da min? (wer ist das?)
wie?
izzay?
إزاي؟
izzay el-hal? (wie läuft's?)
wie viele? / wie viel?
kam? / bikam?
كام؟ / بكام؟
ʿandak kam akh? (wie viele Brüder?) · bikam da? (wie viel kostet das?)
Im Hocharabischen heißen die Fragewörter ma, ayna, mata, limadha, man, kayfa und kam. Wenn du mit einem Hocharabisch-Kurs angefangen hast, musst du hier umlernen: Niemand in Kairo sagt ayna, alle sagen fein. Mit den Fragewörtern aus der Tabelle kannst du die Begrüßungen aus Arbeitsblatt 2 zu einem echten ersten Gespräch ausbauen.
Aussprache für Deutschsprachige
Die Umschrift ist die, mit der Ägypter sich selbst Nachrichten schreiben. ʿ (wie in ʿandi) ist ein gepresster Laut tief im Rachen, für den es im Deutschen nichts gibt; lässt du ihn weg, klingt „andi“ sofort fremd. ʾ (wie in waʾt, Zeit) ist der Stimmabsatz, den du in „be-achten“ machst, und steht in Kairo für den Buchstaben ق. kh (ikhwat) ist das ch in „Bach“, sh (mafish) ist sch, y ist j (hiyya), w ist das englische w (huwwa), z ist stimmhaft wie das s in „Sonne“ (izzay). Das h wird immer gesprochen, auch mitten im Wort (ehna). Das e in enta und ehna ist kurz wie in „Ende“, und Fragewörter tragen die Betonung: enta FEIN?
Wo Ägyptisch vom Hocharabischen abweicht
Pronomen: enta, enti, ehna, humma statt anta, anti, nahnu, hum. Es gibt kein Dual-Pronomen und keine weibliche Pluralform.
„Haben“: ʿandi statt ʿindi; verneint mit maʿandish statt laysa ʿindi.
Fragewörter: eh, fein, imta, leh, izzay statt ma, ayna, mata, limadha, kayfa, und sie stehen am Satzende.
Der Buchstabe ق wird in Kairo als Stimmabsatz gesprochen: waʾt (Zeit), el-ʾahira (Kairo).
Wenn du Pronomen, Endungen und Fragewörter sitzen hast, geht es mit den Verben weiter: Arbeitsblatt 5 konjugiert die 25 wichtigsten Verben. Einen Überblick über den Dialekt und den Einstieg findest du im Beitrag Ägyptisch-Arabisch lernen, und wie ein Satz in anderen Dialekten klingt, zeigt dir der Dialekt-Übersetzer.
Das steckt im PDF
Die acht Personalpronomen (ana, enta, enti, huwwa, hiyya, ehna, entu, humma) mit arabischer Schrift, Umschrift und je einem Beispielsatz
Possessivendungen an einem männlichen und einem weiblichen Nomen (kitabi, kitabak, kitabik … / ʿarabiyyiti, ʿarabiyyitak …) mit der Regel -a wird -it
„Ich habe“ mit ʿandi in allen 8 Formen, die Verneinung maʿandish sowie fi / mafish für „es gibt“ und „es gibt nicht“
Die sieben Fragewörter (eh, fein, imta, leh, min, izzay, kam/bikam) mit natürlichen Beispielfragen und einem Hinweis zur Wortstellung
Vier Übungen mit Punktefeldern: Pronomen einsetzen, Endung anhängen, Frage bilden, Satz verneinen, plus ein Aussprache-Hinweis für Deutschsprachige
Partnerinterview mit acht Fragen und Antwortzeilen für beide, eine Schreibaufgabe in der dritten Person, ein Sprech-Check, Lösungen und Hinweise für Lehrkräfte auf einer abtrennbaren Seite
So nutzt du es allein
Lies die Abschnitte A bis D laut, Tabelle für Tabelle, und hak eine Zeile erst ab, wenn du sie nur aus dem Deutschen heraus sagen kannst. Mach die vier Übungen ohne zurückzublättern und vergleich dann mit den Lösungen. Beim Interview beantwortest du jede Frage laut über dich selbst und danach noch einmal über einen Freund oder ein Familienmitglied, damit du huwwa, hiyya und die Endungen -u / -ha wirklich benutzt. Zum Schluss Übung 5: Sag deine vier Sätze dreimal, ohne abzulesen.
So nutzt du es im Unterricht
Passt in eine Stunde von 45 Minuten: Abschnitte A bis C mit Übung 1 und 2 (20 Min.), die Fragewörter mit Übung 3 und 4 (10 Min.), das Partnerinterview mit Übung 5 (15 Min.). Das Interview ist das Herzstück: Paare fragen, notieren die Antworten und berichten der Klasse in der dritten Person, was huwwa / hiyya und die Possessivendungen erzwingt. Übung 4 ist die Schlüsselübung, weil die Verneinung mit ma…sh (maʿandish, mafish) das Muster ist, das Lernende am häufigsten brauchen und am längsten falsch machen. Punktefelder an jeder Übung, Lösungen auf der letzten Seite.
Arbeitsblätter geben dir die Wörter. Antworten muss dir trotzdem jemand. Übe genau diesen Dialog mit einem KI-Partner, der Ägyptisch-Arabisch spricht, in der Rolle bleibt und dir Wort für Wort zeigt, wo deine Aussprache hakt. Yallah Speak kostenlos testen
Vorschau
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Häufige Fragen
Wie heißen die Personalpronomen auf Arabisch?
Auf Ägyptisch-Arabisch: ana (ich), enta (du, m), enti (du, f), huwwa (er), hiyya (sie), ehna (wir), entu (ihr), humma (sie). Nur „du“ unterscheidet Mann und Frau; alle anderen Pronomen sind ein Wort. Im Hocharabischen lauten die Formen anders (anta, anti, nahnu), aber in Kairo hörst du enta, enti, ehna.
Wie sagt man „ich habe“ auf Arabisch?
Auf Ägyptisch ʿandi, wörtlich „bei mir“. Es gibt kein Verb „haben“; du hängst die Possessivendungen an ʿand: ʿandak (du hast, m), ʿandik (du hast, f), ʿandu (er hat), ʿandaha (sie hat), ʿandina (wir haben). Die Verneinung ist maʿandish (ich habe nicht). Das Lehrbuch-ʿindi ist Hocharabisch; in Kairo sagt man ʿandi.
Was sind die Fragewörter im Arabischen?
Im Ägyptisch-Arabischen: eh (was), fein (wo), imta (wann), leh (warum), min (wer), izzay (wie) und kam oder bikam (wie viele, wie viel). Sie stehen meist am Satzende: ismak eh? (wie heißt du?), enta fein? (wo bist du?), bikam da? (wie viel kostet das?). Hocharabische Fragewörter wie ma, ayna oder kayfa benutzt im Gespräch niemand.
Wie sagt man „mein“ und „dein“ auf Arabisch?
Mit Endungen am Nomen, nicht mit eigenen Wörtern: kitabi (mein Buch), kitabak (dein Buch, zu einem Mann), kitabik (dein Buch, zu einer Frau), kitabu (sein Buch), kitabha (ihr Buch). Weibliche Nomen auf -a wechseln vorher zu -it: ʿarabiyya (Auto) wird ʿarabiyyiti (mein Auto). Dieselben Endungen stecken in ʿandi, ʿandak, ʿandik.
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