50000+ Lernende in 150 Ländern

Danke auf Arabisch: shukran und was man wirklich sagt

Von Fouad El Ajouaoui · · Yallah Speak Logbuch

Kurz gesagt „Danke“ heißt auf Arabisch „shukran“ (شكرا) und wird von Marokko bis zum Golf verstanden. „Vielen Dank“ ist auf Hocharabisch „shukran jazīlan“, in der Levante „shukran ktīr“, in Ägypten „metshakker awi“ (als Mann) oder „metshakkera awi“ (als Frau) und in Marokko „shukran bzzaf“. „Nein danke“ ist „la, shukran“. Auf ein Danke antwortest du mit „ʿafwan“, in Ägypten mit „el-ʿafw“ und in Marokko mit „bla jmīl“.

Wer „danke auf Arabisch“ sucht, braucht das Wort meistens bald: für den Urlaub in Marrakesch oder Hurghada, für das erste Abendessen bei der Familie der Partnerin, für den Nachbarn, der wieder ein Blech Gebäck vorbeibringt. „Shukran“ bringt dich durch den ersten Tag. Aber sobald jemand antwortet, oder sobald du dich wirklich bedanken willst, merkst du, dass ein einzelnes Wort nicht reicht.

Arabisch hat eine gemeinsame Schriftsprache, das Hocharabische, und viele gesprochene Dialekte. Das Grundwort für „danke“ ist überall gleich. Was sich ändert, ist alles drumherum: wie man es verstärkt, wie man antwortet, welche Formel man nach dem Essen sagt und wie man höflich ablehnt, wenn der Gastgeber zum dritten Mal nachlegt. Genau darum geht es hier.

Zur Umschrift: „sh“ steht für „sch“, „kh“ für das „ch“ in „Bach“, ḥ für einen gepressten Hauchlaut aus dem Rachen und ʿ für den Kehllaut ع, den das Deutsche nicht kennt. Ein Strich über dem Vokal (ā, ī, ū) bedeutet, dass er lang ist.

Danke auf Arabisch: shukran und was man in jedem Dialekt sagt

Shukran, das Wort, das überall funktioniert

Shukran (شكرا) sagst du in Rabat, Kairo, Beirut und Dubai, im Laden genauso wie zu Hause. Es kommt von der Wurzel sh-k-r (ش ك ر), die mit Dank zu tun hat. Das „n“ am Ende sprichst du mit: „shuk-ran“, nicht „shukra“. Mehr musst du für den Anfang nicht wissen. Wer nur ein arabisches Wort lernt, sollte dieses lernen.

Vielen Dank auf Arabisch, je nach Region

Merci und mersi: das Französische, das geblieben ist

Wundere dich nicht, wenn man dir in Beirut, Casablanca oder Kairo einfach „merci“ sagt. Das französische Wort ist dort längst Teil des gesprochenen Arabisch. Im Libanon hörst du „merci ktīr“, in Marokko „merci bzzaf“, in Ägypten „mersi“. Das ist kein Touristen-Kompromiss, so reden die Leute wirklich, vor allem in den Städten.

Golf: mashkūr

Am Golf hörst du neben „shukran“ oft „mashkūr“ (مشكور), wörtlich etwa „dir sei gedankt“. Es klingt locker und freundlich und passt gut zu Kollegen, Taxifahrern und Bekannten.

Willst du hören, wie „shukran bzzaf“ und „shukran ktīr“ wirklich klingen? Das Wort ist dasselbe, die Melodie nicht. Übe Danken und Antworten auf Ägyptisch, Levantinisch oder Marokkanisch im Gespräch mit einer KI und bekomm zu jedem Satz Rückmeldung zur Aussprache. Kostenlos ausprobieren.

Bitte, gern geschehen: wie du auf ein Danke antwortest

Das ist der Teil, den fast alle Listen vergessen, und der im echten Gespräch am meisten auffällt. Wer ein „shukran“ hört, antwortet. Schweigen oder ein Nicken wirkt schnell kühl.

In der Levante hörst du außerdem „tikram“ (تكرم) zu einem Mann und „tikrami“ zu einer Frau, vor allem, wenn jemand um etwas bittet: „Gibst du mir das Brot?“ – „tikram“, mit Vergnügen. Solche Wörter sind es, die dich nach dem Ort klingen lassen, an dem du sie gelernt hast. Mehr Alltagsformeln dieser Art findest du in unseren arabischen Sätzen für den Alltag.

Nein danke auf Arabisch: höflich ablehnen

„Nein danke“ ist leicht: „la, shukran“ (لا شكرا). In Ägypten hörst du das „la“ oft mit einem kurzen Stopp am Ende, „laʾ, shukran“, in Beirut auch „la, merci“. Auf dem Markt reicht das völlig: freundlich lächeln, „la, shukran“, weitergehen.

Anders am Tisch. In vielen arabischen Familien gehört es zur Gastfreundschaft, mehrmals anzubieten. Ein erstes „nein“ gilt oft als Bescheidenheit, nicht als echte Absage, also wird nachgelegt. Das ist kein Überhören, sondern Höflichkeit. Was hilft:

Beim Tee oder Kaffee gilt in vielen Regionen: Ein Glas oder eine Tasse anzunehmen, ist höflicher als gleich abzulehnen. Wenn du nichts mehr möchtest, sag es mit „shukran“ und einem Lächeln, bevor nachgeschenkt wird.

Danke als Gast: der Rhythmus beim Essen

Beim Essen in einer arabischen Familie ist ein trockenes „shukran“ fast zu wenig. Es gibt feste Formeln, und wer sie kennt, wird sofort anders wahrgenommen. Das ist oft wichtiger als jedes Grammatikwissen, gerade beim ersten Besuch bei Schwiegereltern.

Ägypten

Zur Person, die gekocht hat, sagst du „tislam īdak“ zu einem Mann und „tislam īdik“ zu einer Frau (تسلم إيدك), wörtlich „deine Hand möge heil bleiben“. Vor oder nach dem Essen hörst du vom Gastgeber „bil-hana wish-shifa“, etwa „wohl bekomm's“. Ein „shukran“ oder ein zweites „tislam īdik“ reicht als Antwort. Wie der Kairoer Dialekt sonst funktioniert, steht in Ägyptisch-Arabisch lernen.

Levante

Hier ist „yislamu“ (يسلمو) das warme Alltags-Danke, nach dem Essen gern als „yislamu ideik“ (يسلمو إيديك), „mögen deine Hände gesund bleiben“. Der Gastgeber sagt „ṣaḥtein“ (صحتين), wörtlich „doppelte Gesundheit“, und du antwortest „ʿala albak“ (على قلبك), „auf dein Herz“. Beim Aufstehen hörst du oft „sufra dāyme“ (سفرة دايمة), etwa „möge euer Tisch immer gedeckt sein“. Wenn sich jemand für dich abgemüht hat, sagst du „yaʿṭīk el-ʿāfye“ (يعطيك العافية), „Gott gebe dir Kraft“, die Antwort lautet „allah yʿāfīk“.

Marokko

In Marokko ist „baraka llāhu fīk“ (بارك الله فيك), „Gott segne dich“, eines der häufigsten Dankeschöns überhaupt, wärmer als „shukran“. Die Antwort ist „u fīk baraka“ (وفيك بركة), „und dir auch Segen“. Hilft dir jemand richtig, etwa mit dem Weg oder einem schweren Koffer, hörst du auch „llah yrḥam lwālidīn“ (الله يرحم الوالدين), „Gott erbarme sich deiner Eltern“. Beim Bitten brauchst du dazu „ʿafāk“ (عافاك), „bitte“. Einen Einstieg in die Darija gibt dir unser Leitfaden Marokkanisch lernen.

Danke auf Arabisch im Islam: jazāk allāhu khayran und alḥamdulillāh

Viele suchen nach dem „islamischen“ Danke. Gemeint ist fast immer „jazāk allāhu khayran“ (جزاك الله خيرا), „möge Gott dich mit Gutem belohnen“. Zu einer Frau heißt es „jazāki allāhu khayran“, zu mehreren „jazākum allāhu khayran“. Die Formel ist feierlicher als „shukran“ und kommt vor allem unter Muslimen und in religiösem Umfeld vor. Eine übliche Antwort ist „wa iyyāk“ (وإياك), „und dir ebenso“, zu mehreren „wa iyyākum“.

Daneben steht „al-ḥamdu lillāh“ (الحمد لله), oft „alhamdulillah“ geschrieben, „Gott sei Dank“. Das ist kein Danke an eine Person, sondern Dank an Gott: als Antwort auf „Wie geht's?“, nach einer guten Nachricht, in vielen Familien nach dem Essen. Benutzt wird es von Muslimen, Christen und Nichtgläubigen gleichermaßen, es ist schlicht Alltagssprache. Wenn dir der Verkäufer das Wechselgeld gibt, sagst du also „shukran“, nicht „alhamdulillah“. Wie diese Formeln in Begrüßungen auftauchen, zeigen wir in Begrüßung auf Arabisch.

Danke auf Arabisch: Aussprache für Deutschsprachige

Die gute Nachricht zuerst: Als Deutschsprachiger hast du es leichter als viele andere. Das „kh“ in „khayran“ ist exakt das „ch“ aus „Bach“, und das „sh“ in „shukran“ ist ein ganz normales „sch“. Drei Stellen, an denen es trotzdem hakt:

  1. Das r wird gerollt. Nicht das Rachen-R aus „Rabe“, sondern ein kurzer Zungenschlag vorn, wie viele Bayern, Österreicher oder Schweizer ihn sprechen. „Shuk-ran“, mit einem kleinen Tippen der Zunge.
  2. Das ʿ in „ʿafwan“. Ein Laut tief im Hals, als würdest du ein „a“ mit leicht zugedrücktem Rachen beginnen. Am Anfang versteht man auch „afwan“, aber es lohnt sich, den Laut früh zu üben.
  3. Das ḥ in „al-ḥamdu“. Kein deutsches h und kein ch. Hauch eine Brille an, um sie zu putzen, und spann dabei den Hals an. Dieser gepresste, heisere Hauch ist der Laut.

Alle Buchstaben mit ihren Lauten findest du in unserem Leitfaden zum arabischen Alphabet. Und wenn du sehen willst, wie ein bestimmter Satz im Dialekt deiner Wahl lautet, probier den Arabisch-Dialekt-Übersetzer.

Heute noch laut danken, im richtigen Dialekt

Such dir den Dialekt der Menschen aus, bei denen du dich bedanken willst, merk dir drei Formeln mit ihrer Antwort und sag sie laut, bis sie von selbst kommen. Mit Yallah Speak übst du genau das im Gespräch mit einer KI, in zehn Dialekten und mit Feedback zur Aussprache ab A1. Lade die App kostenlos und sag beim nächsten Abendessen mehr als nur „shukran“.

Häufige Fragen

Was heißt danke auf Arabisch?

Danke heißt auf Arabisch „shukran“ (شكرا) und wird in allen arabischsprachigen Ländern verstanden. In der Levante, in Marokko und in Ägypten hörst du im Alltag auch oft das französische „merci“ bzw. „mersi“.

Wie sagt man vielen Dank auf Arabisch?

Auf Hocharabisch sagt man „shukran jazīlan“. Im Dialekt heißt es „shukran ktīr“ in der Levante, „shukran bzzaf“ in Marokko und „metshakker awi“ (als Mann) oder „metshakkera awi“ (als Frau) in Ägypten.

Was antwortet man auf shukran?

Die allgemeine Antwort ist „ʿafwan“, gern geschehen. In Ägypten sagt man meist „el-ʿafw“, in der Levante „ahlan w sahlan“ oder im Libanon „walaw“, in Marokko „bla jmīl“ oder „mrḥba“.

Was bedeutet jazakallahu khayran?

„Jazāk allāhu khayran“ heißt „möge Gott dich mit Gutem belohnen“ und ist ein feierliches, religiös geprägtes Danke. Zu einer Frau sagt man „jazāki allāhu khayran“. Eine übliche Antwort ist „wa iyyāk“, „und dir ebenso“.

Wie sagt man nein danke auf Arabisch?

„Nein danke“ heißt „la, shukran“ (لا شكرا), in Beirut auch „la, merci“. Wenn du beim Essen ablehnen willst, sag zusätzlich, dass du satt bist, etwa „ana shabʿān“ (als Mann) oder „ana shabʿāna“ (als Frau) auf Ägyptisch.

Hör auf, Arabisch zu pauken. Fang an zu sprechen.

KI-Gespräche in 10 echten Dialekten, ehrliches Aussprache-Feedback und ein Kurs ab A1.

Yallah Speak laden — kostenlos